Brahms und die ungarischen Tänze
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Die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms (1833-1897) entstanden in den Jahren 1858–69 in der ursprünglichen Klavierfassung. Bei den meisten der Tänze handelt es sich nicht um eine originäre Schöpfung, sondern um eine Bearbeitung vorgefundener Melodien, der Volksmusik entlehnter Werke.

Brahms wurde von ungarischer Seite des Plagiats beschuldigt, verletzter Stolz einer Nation, die sich gerade in der Zeit um 1867 gegenüber Wien politisch zu behaupten begann.

Der Geiger Eduard Reményi behauptete gar, die Vorlagen seien keine originalen Volkslieder ungarischer Zigeuner, sondern von Reményi selbst und teilweise von anderen Komponisten ungarischer Folklore komponiert.

Während das Entlehnen von Themen aus dem musikalischen Gemeingut als rechtlich unproblematisch erscheint, ist also das Bearbeiten eines durch eine Einzelperson bereits entlehnten Werkes ein Plagiat?

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